Papp-Kamel
(aus: Sahara-Ausstellung/Naturhistorisches Museum in
Braunschweig)
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Dieses Dromedar ist aus Pappe! Zum
Glück, denn ein lebendiges Kamel würde sich vermutlich im
Museum nicht sehr wohl fühlen. Gerade über das Kamel kann man
viel Wissenswertes erfahren. Sie möchten zum Beispiel gar nicht
beladen werden und bringen das auch lautstark zum Ausdruck. Man
kann es sich neben diesem Bild anhören. Auch tragen Kamele ihren
Kopf so hoch, weil es in 2 Meter Höhe nicht mehr gar so heiß
ist wie auf dem Wüstenboden. Auf dem Boden können 75 °C
herrschen. 1 Meter über dem Boden ist es über 50 °C heiß, und
in 2 m Höhe "nur noch" 38 °C. So wird das
empfindliche Gehirn nicht der größten Hitze ausgesetzt. In 30
Metern Höhe ist es 27 °C "kalt", das wird von vielen
Vögeln genuttz. Auch graben sich viele Wüstentiere tagsüber
ein und sind nachtaktiv, denn die Temperaturen im Boden sind
natürlich am Tag auch kühler als auf der Oberfläche. Bereits
in 10 cm Tiefe sind es nur noch 35 °C, in 1 Meter Tiefe 25 °C.
Auch hat das Kamel tellerartige Füße, damit es nicht im feinen
Sand versinkt. Viele Tiere in der Wüste haben sich darauf
eingestellt und bestimmte Fußformen entwickelt. Ohne Kamele
hätten sich die Menschen ganz aus der Wüste zurückziehen
müssen. Es kann 10 Tage ohne Wasser auskommen, dann aber auf
einmal 130 Liter Wasser trinken.